Gemeinsames Lernen

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Konzept zum gemeinsamen Lernen

„Jeder junge Mensch hat ohne RĂŒcksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und sein Geschlecht ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung. Dieses Recht wird nach Maßgabe dieses Gesetzes gewĂ€hrleistet.“ [SchulG § 1 (1)]

 

Gesetzliche Grundlage

„Im Dezember 2006 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) die Konvention zum Schutz und zur Förderung der Rechte behinderter Menschen verabschiedet. Das Übereinkommen verbietet die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen.

Seit dem 26.03.2009 ist die UN-Konvention fĂŒr die Bundesrepublik völkerrechtlich verbindlich. Mit diesem Abkommen verpflichten sich die Vertragsstaaten in Artikel 24 unter anderem, ein inklusives Bildungssystem zu entwickeln, das das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung zum Regelfall macht.

Zum 01.08.2014 ist das 9. SchulrechtsĂ€nderungsgesetz und die MindestgrĂ¶ĂŸenverordnung „Förderschulen“ in Kraft getreten. Die Eltern/Erziehungsberechtigten der Kinder mit einem besonderen Förderanspruch haben seither einen Rechtsanspruch auf einen Platz an einer allgemeinen Schule. Dies gilt zunĂ€chst fĂŒr die Klasse eins im Grundschulbereich und die Klasse fĂŒnf im Bereich der Sekundarstufe I.“

 

Bedeutung fĂŒr unsere Schule

„Miteinander-FĂŒreinander“ unser Schulmotto findet auch einen ganz großen Stellenwert im Gemeinsamen Lernen. Die Roncalli Grundschule ermöglicht es Kindern, mit sonderpĂ€dagogischen Förderbedarf, im Gemeinsamen Lernen lernen zu können. Hierbei steht das gemeinsame Leben und Lernen im Vordergrund. Von dem Gemeinsamen Lernen profitieren alle Kinder, sie lernen schon frĂŒhzeitig, dass jeder Mensch gleichermaßen akzeptiert und geschĂ€tzt wird. Durch Frau Woitke und die gemeinsame und enge Zusammenarbeit mit sonderpĂ€dagogischen FachkrĂ€ften und dem Kompetenzteam der Stadt Dortmund sind die personellen Voraussetzungen gegeben. Auch IntegrationskrĂ€fte unterstĂŒtzen im Bedarfsfall das Kind, sie helfen dabei alltĂ€gliche Aufgaben in der Schule zu bewĂ€ltigen, haben jedoch keinen pĂ€dagogischen Auftrag. Unsere Schule verfĂŒgt außerdem ĂŒber rĂ€umliche Angebote, die ein differenziertes und förderndes Arbeiten ermöglichen. Gemeinsames Lernen findet in jeder Unterrichtsstunde statt, in einigen Schulstunden unterrichtet Frau Herlitschke gemeinsam in Teamteaching mit der jeweiligen Klassenlehrerin im Klassenverband oder im separaten GL-Raum., je nach Lerninhalt oder Tagesform des Kindes. Die verschiedenen Unterrichtsformen (wie z.B. Wochenplanarbeit, Freiarbeit, Werkstattunterricht, Projektunterricht, gemeinsame Rituale und Regeln) ermöglichen allen Kindern individuell und differenziert lernen zu können. So werden alle Kinder individuell gefördert und gefordert. Z.Zt. werden in der Roncallischule SchĂŒler und SchĂŒlerinnen mit diagnostizierten und prognostiziertem Bedarf an sonderpĂ€dagogischen Förderung im gemeinsamen Lernen gefördert und gefordert.

 

In unserer Schule können Kinder mit folgenden Förderschwerpunkten unterrichtet werden:

  • Lernen

  • Sprache

  • HörschĂ€digungen

  • Emotionale und soziale Entwicklung

  • Körperliche und motorische Entwicklung

Kinder mit dem diagnostiziertem Förderschwerpunkt Lernen, werden zieldifferent unterrichtet, d.h. diese SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mĂŒssen die Unterrichtsziele der allgemeinen Regelschule nicht erreichen, sie erhalten ein Lernentwicklungsberichtszeugnis ohne Zensuren. Dieser Lernentwicklungsbericht stellt den individuellen Lernfortschritt der Kinder in den Fokus. Kinder mit den Förderbereichen körperliche und motorische Entwicklung, Sprache, HörschĂ€digungen oder emotionale und soziale Entwicklung werden zielgleich unterrichtet. Die Unterrichtsinhalte richten sich nach den Vorgaben der Lehr- und ArbeitsplĂ€ne und Ausbildungsordnungen des Landes NRW bzw. der Regelschule. Sie erhalten ein „normales“ Berichts- (1. und 2. Klasse) und Zensurenzeugnis (3. und 4. Klasse), darauf ist der sonderpĂ€dagogische Förderbedarf und jeweilige Schwerpunkt vermerkt. In den FörderplĂ€nen und Lernentwicklungsberichten werden zusĂ€tzlich die individuellen Fortschritte und Anstrengungen festgehalten und gewĂŒrdigt.

 

FörderplÀne

Auf der Grundlage der FĂ€higkeiten und Fertigkeiten der Kinder wird ein individueller Förderplan erstellt. Dort werden die Lerninhalte, Schwerpunkte, Fördermaßnahmen und Ziele des individuellen Lernprozesses festgelegt und evaluiert. Dies erfolgt im gemeinsamen Austausch zwischen der Klassenlehrerin und der Lehrerin fĂŒr das Gemeinsame Lernen. Klare und kleinschrittige Ziele stehen hierbei im Vordergrund. Der Förderplan wird in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden ĂŒberprĂŒft, erweitert und/oder ergĂ€nzt. Auch die Eltern erhalten ĂŒber die Inhalte des Förderplanes genaue Informationen. Außerschulische Fördermaßnahmen werden ebenfalls in der Förderplanung festgehalten, den Eltern empfohlen und im weiteren Verlauf im Hinblick auf die Entwicklung des Kindes ĂŒberprĂŒft. (Ergotherapie, LogopĂ€die, Psychomotorik, Kinderpsychologie, Krankengymnastik usw.). Individuelle VertrĂ€ge zwischen GL-Lehrerin und den Kindern sind auch möglich, so kann mit dem Kind gemeinsam ein bestimmtes Ziel festgelegt werden und die Erreichung dieses Ziel kann regelmĂ€ĂŸig mit dem SchĂŒler oder der SchĂŒlerin erörtert werden.

 

Gemeinsam fĂŒr das Kind

Eine enge Elternzusammenarbeit ist uns sehr wichtig, daher werden die Eltern von Kindern mit sonderpĂ€dagogischen Förderbedarf eng miteinbezogen. Eltern entscheiden ĂŒber die Wahl des Förderortes (Förderschule oder Regelschule). An ElterngesprĂ€chen sind sowohl die Klassenlehrerin und die GL-Lehrerin beteiligt. Eltern und Lehrer tauschen sich in diesen GesprĂ€chen ĂŒber Fördermaßnahmen und -ziele aus, treffen gemeinsame Vereinbarungen und/oder beraten ĂŒber den weiteren Bildungsweg. Die Eltern erhalten zudem weitere RĂŒckmeldungen ĂŒber die Entwicklung und das Verhalten Ihres Kindes. Dieser gemeinsame Austausch ist sehr wichtig, denn so können Vereinbarung konsequent und effektiv umgesetzt werden und die BerĂŒcksichtigung persönlicher Belange wirken sich positiv auf die Arbeit mit dem Kind aus. Auch am Ende der Grundschulzeit, werden Eltern die Möglichkeiten beratend aufgezeigt, die das Kind beim Wechsel in die weiterfĂŒhrende Schule hat.

 

Haben Sie Fragen zum Gemeinsamen Lernen? Sprechen Sie uns gerne an!

Wir weisen daraufhin, dass das Copyright dieses Konzeptes bei der Roncalli-Grundschule liegt!